Seit Anfang März wissen wir, dass Theodor im November ein Geschwisterchen bekommen wird. Eine Schwangerschaft geht neun ganze Monate in denen man sich als werdende Eltern darauf vorbereiten kann. In der ersten Schwangerschaft waren es lange Monate und man konnte es kaum mehr abwarten, bis Theo dann endlich da war. Wir als Eltern waren gut vorbereitet, das Kinderzimmer wurde rechtzeitig eingerichtet, wir nahmen an einem Geburtsvorbereitungskurs teil, die Babykleidung war in allen Größen eingekauft, gewaschen und im Schrank verstaut, die Kliniktasche war ab der 30. Woche gepackt usw. usw. Es war alles bereit für den Kleinen.
Diese Schwangerschaft lief einfach nebenher, erst wenn wieder einen Vorsorgetermin beim Frauenarzt anstand wurde einem bewusst, dass schon wieder vier Wochen um sind. Jetzt sind es noch drei Wochen bis zum Termin und die Zeit rennt immer schneller. Zu erledigen war dieses Mal nicht viel, die Babykleidung von Theo wurde aus dem Keller geholt, gewaschen und wieder in den Schrank geräumt (Mama und Papa haben im Schlafzimmer Platz für alles gemacht). In der zweiten Schwangerschaft hat man wieder neun Monate Zeit sich auf das zweifache Elternsein vorzubreiten, doch jetzt muss auch Theodor auf das Großer-Bruder-Sein vorbereitet werden. Doch wie handhabt man das bei so einem kleinen Kind am besten, mit Büchern, Geschichten, Filmen, Bildern, Fotos, Spielsachen...??? Keine leichte Aufgabe, da Theo erst dabei ist, Sprechen zulernen und er noch kein großes Interesse am Geschichten vorlesen oder erzählen hat. Aus diesem Grund haben wir uns gegen die Anschaffung von Zahllosen Geschwister-Büchern entschieden und haben ihm nur regelmäßig von dem Baby in Mamas Bauch erzählt. Er weiß auch ganz genau wo sein kleiner Bruder ist, gibt dem Bauch immer Küsschen, streichelt ihn und stupst ihn durch Mamas Bauchnabel an. Ob er aber wirklich verstanden hat, was ein Baby oder ein kleiner Bruder ist, was das für ihn bedeutet und welche Veränderungen die Geburt für ihn mit sich bringen wird, ist die andere Frage. Wie er auf den realen kleinen Bruder reagiert bleibt abzuwarten. Vor einigen Wochen wurde der Wickeltisch aus Theos Zimmer in das Schlafzimmer und dafür alle Spielsachen in sein "Reich" geräumt. So hat er richtig viel Platz zum spielen, kann sich zurück ziehen und sich jetzt schon an die Veränderung in den Zimmern gewöhnen, damit hoffentlich keine Eifersucht auf das Baby aufkommt und er sich nicht von ihm verdrängt fühlt.
Wir als Eltern möchten natürlich, dass Theo gut auf alles vorbereitet ist, möchten aber auch noch die letzte Zeit mit unserem Schatz allein genießen und so richtig auskosten. Aus diesem Grund finden wir es im Moment nicht schlimm, zu dritt in unserem Bett zu schlafen sondern genießen das Arm-in-Arm einschlafen, das Aneinanderkuscheln in der Nacht und das Schmusen am Morgen, wenn wir alle drei langsam wach werden. Schmusen, Knuddeln, Streicheln, Küssen steht bei uns ganz weit oben auf der Tagesordnung und wir Herzen uns wann es nur geht. Die Angst, dass Theo nach der Geburt von seinem Bruder zu kurz kommt ist immer da, doch mit der tollen Unterstützung von allen Omas und Opas, Tanten und Onkels können wir das hoffentlich vermeiden und auch regelmäßig Theo-Zeit einbauen!!!

