Am Samstag den 8.2.14 kamen die ersten Wehen, diese waren noch nicht sehr stark und kamen in unregelmäßigen Abständen. Am Sonntag den 9.2.14 nach einer fast schlaflosen Nacht kamen die Wehen ziemlch regelmäßig alle 8-10 Minuten. Um ca. 13 Uhr machten wir uns deshalb ziemlich aufgeregt auf den Weg ins Krankenhaus. Nach 2,5 Stunden Untersuchungen konnten wir nochmal nach Hause fahren. Wir sollten dort weiterhin die Wehen beobachten und darauf warten, dass diese stärker würden und in kürzeren Abständen kämen, dann sollten wir uns erneut auf den Weg in die Klinik machen.
Zuhause versuchten wir uns so gut es ging zu entspannen, erstellten aber nebenher eine Tabelle in die wir jede Wehe mit ihrer Intensität aufschrieben. Um 01:52 kamen die Wehen alle 4-5 Minuten und waren wesentlich stärker als am Vormittag, also fuhren wir erneut in die Klinik. Dort wurden wir stationär aufgenommen und untersucht. Die Wehen waren eindeutig stärker, doch solange die Fruchtblase nicht geplatzt ist, würde es nicht losgehen. Dies geschah dann um 03:50Uhr. Die Wehen wurden nun noch stärker. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt wurde uns so richtig klar, dass wir heute Eltern werden, und zwar zu zweit gekommen warne, aber zu dritt wieder gehen würden.
Um 8:00 Uhr, nach vier Stunden immer stärker werdender Wehen und vielen Versuchen die Schmerzen etwas zu lindern, teilten uns die Ärzte mit, dass die Herztöne des Babys bei jeder Wehe in die Höhe schnellten und sie den Zustand von unserem Schatz anhand einer Blutprobe von seinem Köpfchen überprüfen werden. Nach drei schmerzhaften Versuchen konnte endlich Blut abgenommen und ins Labor geschickt werden. Der PH-Wert war zu sauer und es wurde der Oberarzt zu Unterstützung der Hebamme und der Frauenärztin gerufen.
Jetzt musste es schnell gehen. Der Muttermund war komplett geöffnet und alles war bereit für den Endspurt. Für eine PDA war es nun leider zu spät. Hebamme und Krankenschwester feuerten mich an und drückten bei jeder Presswehe oben auf den Bauch und der Oberarzt und die Frauenärztin holten den Kleinen mit Hilfe einer Saugglocke (und einem Dammschnitt) auf die Welt.
Der Kleine Theodor Martin Lattner kam am 10.2.14 um 9:26 Uhr, 12 Tage vor dem errechneten Geburtstermin mit einem Gewicht von 2920g, einer Größe von 50cm und einem Kopfumfang von 34cm auf die Welt. Die Schmerzen der Geburt sind jetzt, 14 Tage später, komplett vergessen. Was bleibt ist eine Erinnerung an eine Geburt, bei der am Ende doch vieles sehr schnell gehen musste, und das neue Familienglück mit unserem kleinen Theo.